WINTERSALON 


Soft-Opening: Dienstag 14. Dezember 2021, 14:00 - 20:00 (Achtung: eingeschränkte Besucherzahl)

Ausstellungsdauer: 15. Dezember 2021 bis Open-End 


Am Dienstag, 14. Dezember eröffnen wir in bewährter Tradition unseren "WINTERSALON" mit einer dichten Auswahl an spannenden Editionen, kleinen Originalwerken unserer Künstler und auch aus unseren Beständen mit den großen Namen.


Mit Werken von:
Sissa Micheli, Constantin Luser, Franziska Maderthaner, Martin Schnur, Karen Holländer, Thomas Riess, Jakob Gasteiger, Herbert Flois, Hermann Nitsch, Gunter Damisch, Ronald Kodritsch, Christy Astuy, Arnulf Rainer, Jürgen Bauer, Walter Vopava, Norbert Brunner, Anna Schnur, Ingrid Pröller, Lisa Klein, Annette Tesarek, Otto Zitko, Jürgen Bauer, Egor Lovki, Dominik Scharfer, Chiara Furlan, Nico Schleicher, Isabelle Orsini Rosenberg, u.v.a.






 Lisa Klein

ICH SCHAU ES MIR SCHÖN

 

11. November 2021 von 18.00 bis 21.00 Uhr Vernissage + Buchpräsentation (Kerber Verlag)

Ausstellungsdauer: 12. bis 25. November 2021



In der Ausstellung zeigt die Künstlerin vorwiegend die neuesten Arbeiten die im Buch abgebildet sind.

Das Buch präsentiert die Werkgruppen KÖRPERUMKREISUNGEN und VORHANDENE DINGE. Dabei umkreist Lisa Klein, in einem Loop aus analoger und digitaler Bilderzeugung ihren Anspruch auf das Schöne.

Innerhalb eines medienüberschreitenden Spannungsfelds von Malerei, Fotodesign und Plastik beschäftigt sich die Künstlerin bei den „Körperumkreisungen“ mit dem menschlichen Körper. Dabei geht es ihr vorwiegend um die An- und Abwesenheit des Körperlichen. Es ist eine visuelle Einladung an die Betrachter*innen zu weiterführenden Gedanken. Eine Aufforderung, von einem tatsächlich existierenden Werk ausgehend, in virtuelle Gedankenwelten hinüberzugleiten.

Bei den Werkgruppen „Vorhandene Dinge“, bringt die Künstlerin die Arbeitsmedien Fotografie und Malerei zum Einsatz.
Als Gegenpol zum übertrieben künstlich wirkenden Ästhetizismus ist es ihr bei diesen Arbeiten wichtig, die Wahrnehmung von Schönheit in den einfachen Dingen neben uns zu steigern.

Bei den Fotografien geht es ihr aber auch um die erlebte Schönheit des Augenblicks – diesen Moment, in dem scheinbar Unattraktives oder Sprödes auf einmal schön wird, wie plötzlich von der Sonne beschienen.


In ihrem Selbstinterview geht Lisa Klein auf Arbeiten ein, die größtenteils in den letzten zehn Jahren entstanden sind. Dieser fiktionale Dialog bezieht sich einerseits auf die gezeigten Arbeiten, andererseits auf den künstlerischen Werdegang und die Einstellung zur Kunst.

Des Weiteren beinhaltet die Publikation einen Textbeitrag des Künstlerkollegen Anton Herzl, eine umsichtige Betrachtung von Lisa Kleins Arbeitsweise.

LISA KLEIN (*1958, Stockerau/Niederösterreich) lebt und arbeitet in Wien. Als Absolventin der Modeschule Hetzendorf arbeitete sie zunächst als Stylistin und Designerin und anschließend als Fotografin. Nach und nach erweiterte sie ihr künstlerisches Betätigungsfeld und erlernte weitere Techniken. Heute bewegt sie sich in den Medien Malerei, künstlerische Fotografie, Fotodesign und Skulptur. Ausstellungen, Messebeteiligungen und Projekte u. a. mit NöArt, Bildraum 01/ Bildrecht GmbH, Galerie DAS Chegini, Kunsthalle Wien, project space, Schauspielhaus Wien, Quadrart Dornbirn, Galerie Erhard Witzel Wiesbaden, Art Karlsruhe, Tease Art Fair Köln, Galerie Brunnhofer Linz, Galerie Young Austrian Art Wien, Sotheby ́s


ORF - Beitrag: https://tvthek.orf.at/profile/Wohin-in-Wien/13888907/Wohin-in-Wien/14113704









FAIL BETTER


Roland Reiter & ManfreDu Schu

 

Crystals On Tour


Finissage mit Katalog Signatur: 05.11.2021 von 16 bis 21 Uhr 


Crystals On Tour ist ein Künstlerprojekt welches weitgehend ein unabhängiges Herangehen an Inhalten und individuelle Positionen in der Kunst verfolgt.

Backstage is Onstage. 

Und Wahr ist Falsch.

Reiter und Schu gehen konkret von der Veränderung, 

um uns, als auch in uns, 

als eine Grundeinstellung aus.







FLAMIN'



Christy Astuy   

Eröffnung der Ausstellung: 
16. September 2021 von 18.00 bis 21.00 Uhr
 
Es spricht: Lucas Gehrmann (freier Kurator und Autor)
Ausstellungsdauer: 17. September bis 14. Oktober 2021




Seit den späten achtziger Jahren existiert die Malerei von Christy Astuy in Österreich wie ein geheimnisvoll kreisender Planet. Astuy konnte, vielleicht auch durch ihre kalifornische Herkunft, fast wie selbstverständlich, eine einzigartig fröhlich phantastisch-feministische Grundstimmung in das österreichische Motivgeschehen einbringen, die zu dem unfruchtbar gebliebenen, ambivalenten Erbe des phantastischen Realismus', der eigentlich zu einem vagen kunsthistorischen Niemandsland geworden war, auf wunderbar erfrischende Art Kontakt aufnahm.

Mit selbstkritischen und stark ironisierten Sichtweisen auf das mythologisch aufgeladene Thema Mann/Frau, sowie die "künstlerische Selbst-Inszenierung" – und in versteckter Form im „Stillleben" – sowie im malerisch hochkarätigen Setting „Selbstportrait", kann Astuy in jedem ihrer Werke vielfach überzeugen. Selbstkritik und Ironie haben sicherlich auch den historischen Manierismus von Anfang an innerlich getrieben, dem phantastischen Spätableger aus den 50er Jahren jedoch chronisch gefehlt.

Astuy ist niemals platt und deswegen auch niemals kitschig, jedoch immer auf einer geistig-dynamischen Gratwanderung in den Everglades der Überhöhung. Nur ihre valide authentische Emotion als lebendige, erfahrungsgerichtete Künstlerin, ihre innere unbekümmerte Melodie, die sich in den vielfach erfahrenen Abgründen und Glücksmomenten des Lebens verortet, kann vor der Banalität der Hoffnungslosigkeit schützen. Ja, man kann sagen, sie ist eine sehr ungewöhnliche Künstlerin, eine „Frau" der Jahrtausendwende, eine Feministin ihrer Façon. Ihre Malerei spiegelt das alles exakt wider, auch die Abgründe des Älterwerdens, den Verlust der Unbekümmertheit der Jugend, vor nichts wird Halt gemacht, wenn der Pinsel in manieristischer Sehnsucht und Erzählfreude in die Farbe eintaucht ... Mit anderen Worten bestellen Sie niemals voreilig ein Portrait bei dieser Künstlerin, es könnte ihr letztes sein!




MOVE THE VIEW

 

Jakob Gasteiger + Walter Vopava + Otto Zitko

Soft-Opening: 19.05.2021 von 15:00 bis 21:00 Uhr

Es spricht: Florian Steininger um 18.30 Uhr (KUNSTHALLE Krems)

Ausstellungsdauer: 20. Mai 2021 bis 2. Juli 2021


Während sich in den 80er Jahren die „Neuen Wilden“ innerhalb der österreichischen Malerei austobten, gab es einzelne malerische Positionen, die ihren eigenen Weg einschlugen, nämlich den Weg in die Gegenstandslosigkeit. 

Auf der Suche nach dem „einen, idealen Bild“ wurden sie, jeder auf seine Weise, zu Aushängeschildern der österreichischen Malerei und können heute jeweils auf national und international erfolgreiche Karrieren zurückblicken.

Die entfesselte Urkraft Zitkos, der sich selten auf die reine Bildfläche beschränkt und oft den gesamten Ausstellungsraum mit seiner bedingungslosen Spur überzieht, trifft auf die zurückhaltenden, mit feinen Lasuren in abstrakten Raumtiefen suchenden Werke von Vopava. Das reine Material Farbe als Gegenstand der Bildfindung und ein Schritt in das Dreidimensionale, Bildskulpturale finden wir bei Gasteiger.


Jakob Gasteiger (*1953 in Salzburg) stellt, in Anlehnung an die Tendenzen von Minimal Art und Monochromie, den Malprozess in den Vordergrund. Seine Arbeiten sind von einer reduzierten Formensprache einerseits und höchster ästhetischer Kompetenz andererseits geprägt. Mit einem Kamm, der eigens für jedes Bild gefertigt wird, bearbeitet der Künstler die aufgetragene Farbe, horizontal, vertikal oder in Schwüngen. Was bleibt, sind Furchen und fragile Farbgrate als Zeugen der künstlerischen Geste. Schon früh begannen die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur bei Gasteiger zu verschwimmen. Doch während seine Gemälde von wohl überlegter Kontrolliertheit und formaler Askese erzählen, kommt in seinen Plastiken dem Zufall eine entscheidende Rolle zu: Sie entstehen, indem flüssiges Aluminium in kaltes Wasser gegossen wird.


Die Bildkompositionen von Walter Vopava (*1948 in Wien) sind der Reduktion in Farbe und Form verpflichtet: Vopavas Hauptthema ist die Koexistenz – oder sollte man sagen, der Wettstreit? – von Dunkelheit und Licht. Scheinbar in der Tradition des italienischen Chiaroscuro stehend, kommt es in seinen Arbeiten mittels Hell-Dunkel zu einer Steigerung des Ausdrucks und der Dramatik. Tritt eine Farbe hinzu, Grün oder Violett beispielsweise, wird diese durch den Farbe-Nichtfarbe-Kontrast maximal zum Leuchten gebracht. Man kann sich kaum sattsehen. Vopavas Malerei ist eine Synergie aus Konstruktion und Intuition. Er ist ein Meister der Spannung: Gekonnt deutet er Bildinhalte an, doch tut er dem Betrachter letztlich nicht den Gefallen, seine Bilder in echte Räumlichkeit aufzulösen. Sie bleiben rätselhaft.


Otto Zitko (* 1959 in Linz) nähert sich der Zeichnung vom Standpunkt der Malerei heraus an. Er ist ein Künstler der großen Geste. Aus der Motorik von Hand und Arm, ihren kreisenden Bewegungen, füllt Zitko den Bildraum mit dem, was sein Körper ausführt. Es entsteht eine scheinbar endlos fortsetzbare Linie. Sie macht den Bildinhalt aus und entzieht sich gleichzeitig der Interpretation durch den Betrachter. Sie füllt Blätter, Bildtafeln und Wände und nimmt mitunter monumentale Ausmaße an. Dann scheint es, als wollte der Künstler mit seiner intuitiv suchenden Linie die Oberfläche für sich erobern und den Betrachter in ein undurchdringbares Geflecht verstricken. Auch das Farbspektrum bleibt in Zitkos Arbeiten reduziert auf ein, zwei Farben, die dafür umso intensiver zur Wirkung kommen.


 





ON TRANSIENT PHENOMENA

  

Sissa Micheli

Soft-Opening: Dienstag 2. März 2021, 15:00 - 20:00 Uhr

Soft-Finissage: Freitag 14. Mai 2021, 15:00 - 20:00 Uhr


Ausstellungsdauer: 2. März 2021 bis 15. April 2021 verlängert bis 14. Mai 2021


Sissa Micheli hinterfragt in vielfältigen Fotografien, Videoarbeiten und Objekten Alltägliches und Bekanntes, eröffnet neue Blickwinkel und Sichtweisen. 

Die Bildoberfläche verweist oft auf etwas Anderes, dahinter Liegendes, auf eine verborgene Geschichte, die nur erahnt werden kann. Neugierig und forschend nähert sie sich ihren Untersuchungsfeldern und erschafft einen sinnlichen wie hintergründigen Mikrokosmos, der sich zwischen Realität und Fiktion bewegt. 

Jenseits der funktionalen Zuschreibung verleiht Micheli Objekten aufgeladene Bedeutungsebenen mit surrealer Strahlkraft. 

So zeigt die Künstlerin Fotoarbeiten aus der Serie „Museum Rapsody – Objective Correlatives", in der sie Gegenstände miteinander kombiniert, ohne dass diese in einem zwingenden Verhältnis zueinanderstehen. Durch ein feinfühliges poetisches wie humorvolles Arrangement werden sie aber gegenseitig mit neuem Sinn aufgeladen. Die Inszenierung ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit Michelis, das bewegte, dynamische Bild ein ständiger Begleiter. 

Mit fliegenden Kleidungsstücken erschafft sie faszinierende temporäre Skulpturen, die in einem sinnlich dynamischen Spiel das Flüchtige und Vergängliche feiern. In den neuen Fotografien schweben mächtige Textilien vor dem Gesicht einer Frauengestalt. Der in die Welt geworfene Mensch ist verletzlich, der Endlichkeit und dem Tod ausgeliefert. Teilweise noch vor der Pandemie entstanden, erscheinen die Kunstwerke von Micheli gegenwärtiger den je. 

Sie erfahren, unter dem Eindruck unserer aktuellen unsicheren Zeit, eine neue Beachtung und  Lesart.


– Günther Oberhollenzer aus Scenography of Existence, 2020. Alessandro Casciaro Art Gallery Bolzano, S.7-10.



Sissa Micheli wurde 1975 in Bruneck, Südtirol geboren und studierte an der Schule für künstlerische Photographie sowie an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Sie gewann zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. den Preis der Akademie (2008), das Atelierstipendium London (2009) und Paris (2013) des BMUKK. Sie verzeichnet zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In-und Ausland.  Sie lebt und arbeitet in Wien.








TEMPORARY VIEW (ONE)

 


Soft-Opening: Dienstag 9. Februar 2021, 15:00 - 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 10. Februar 2021 bis 26. Februar 2021


Don’t look back, you’re not going that way”!?... und trotzdem erhält man oft nur durch den Vergleich mit der Vergangenheit und durch ein ruhiges abwägendes Bewerten derselben, die viel erhoffte Sicherheit und notwendige Entscheidungsqualität im Leben - und in der Kunst!



Bis zu unserer nächsten Einzel Ausstellung "ON TRANSIENT PHENOMENA" am 2.3. 2021 mit der Südtiroler Künstlerin Sissa Micheli haben wir unter dem Titel
Temporary View 1 eine "Zwischenhängung" zusammengestellt.

Wir zeigen aus unseren eigenen Beständen eine selektive Auswahl spannender Einzelwerke. 


Gezeigt werden Werken u.a. von:

Donald Baechler, Jürgen Bauer, Joseph Beuys, Gunter Damisch, Christian Eisenberger, Wolfgang Ernst, Lorenz Estermann, Günther Förg, Franz Graf, Jonathan Meese, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Man Ray, H.J. Painitz, A.R. Penck, Walter Vopava, Erwin Wurm, ...